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Ungeziefer

Gibt es in Strohballenwänden Probleme mit Mäusen und anderen Ungeziefern?

Bei fachgerecht ausgeführten Strohballenbauteilen, besteht durch das lückenlose Verschliessen der Oberflächen des Bauteils durch Putz oder andere Bekleidungen ein hoher Schutz gegen das Eindringen von Mäusen.

Wenn die Strohballen möglichst lückenlos untereinander platziert sind, verringern sich die Fortbewegungs- und Nistmöglichkeiten der kleinen Tierchen noch einmal beträchtlich, denn diese benutzen normalerweise nur die Lücken. Im Sockelbereich von Strohballenaussenwänden kann man durch das Anbringen von Drahtgewebe in der Putzebene einen weiteren Eindringschutz herstellen. Überdies sollte man darauf achten, dass beim Bau des Hauses, nicht schon die unliebsamen Gäste miteinziehen. Das bedeutet z.B., dass man im Herbst, wenn Mäuse und andere Nager in diese warmen Häuser der Menschen wollen, den Strohballenbau möglichst schon abgeschlossen hat.

Das Obengesagte gilt im Prinzip auch für anderes Ungeziefer, wobei bei kleineren Tieren wie Käfern, Fliegen, Spinnen, etc. die fachgerecht ausgeführte Luftdichtigkeit an Bedeutung gewinnt.
Die jahrzehntelange internationale Erfahrung zeigt, dass man in Strohballenhäusern kein größeres Problem mit unliebsamen Gästen hat, als in anderen Gebäuden auch. Es besteht ein größerer Einfluss durch die Lage des Gebäudes (ländlich, Getreidefelder oder Lagerscheunen in der Nähe oder städtisches Umfeld mit geringem Nahrungsangebot) als durch die Art der Bauweise.

Am Ende ist es auch eine Frage der Weltanschauung: Alles was für den Menschen gesund ist, ist in der Regel auch für Tiere interessant. Will man alle Tiere unbedingt aus dem menschlichen Umfeld heraushalten und damit z.B. die Lebensräume von siedlungsnahen Tieren wie Schwalben und Eulen einschränken?

 
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