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Atelierhaus GUHREITZEN

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www.wand4.de

Baujahr 2000, 40m2 Wohnfläche, Großballen, Lehm-Kalk verputzt, ca. 500EUR/m2 Baukosten

Steckbrief

Planung:

Dipl.-Ing. Architekt Dirk Scharmer, Lüneburg

Bauort:

Atelier im Wendland- östl. Niedersachsen

Bauweise:

1-geschossiges Strohballenhaus in verputzter Strohballen-Ständerbauweise

Größe:

ca. 40m2 Nutzfläche

Ausführung:

in Eigenleistung

Fertigstellung:

Ende 2000

Baukosten:

ca. 500 €/m2 Nutzfläche (inkl. Nebenkosten)

 

Kurze Baubeschreibung

Gründung:

Beton Streifenfundamente, dazwischen Schotter

Fußboden:

Sand, 2cm Polystyrol, Feuchtigkeitsperre (PE-Folie), 50cm Strohballen, 5cm Lehmestrich, Hobeldiele

Wandaufbau:

Holzständer im Abstand von 0,85m,  dazwischen Strohballen (Großballen 50x85x1,1-2,0 hxbxl), Innen Lehmputz 5-8cm, Außen Lehmputz 3-5cm

Dampfdiffussionsgefälle nach aussen, Luftdichtigkeit durch Rissevermeidung und Abklebung der Anschlüsse, Vermeidung von Durchdringungen

Dachaufbau:

Pfettendach mit Strohballen gedämmt, Strohballen dazwischen gehängt, Strohballenhöhe (d=50cm) beidseitig Lehmputz, Tondachziegel

Innenausbau:

nur leichte Abtrennungen . Feuchteschutz

Wetterschutz:

spezieller Kalkputz auf Lehmputz Außen, bzw. mehrlagige 3mm Kalk-Kasein- Beschichtung

 

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Herstellung

Im Mai 2000 wurde mit den Arbeiten begonnen. Die Gründung des Gebäudes besteht aus Streifenfundamenten, dazwischen kapillarbrechender Schotter ("Kartoffelsteine"). Auf den Streifenfundamenten wurden Lärchenschwellen verlegt, die als Auflager für die Strohballen und das Holzständerwerk dienen.

Die Aussenwände bestehen aus Holzständern mit dem Querschnitten zwischen 8/16cm. Als oberer Wandabschluss dienen Holzbalken (Wandrähme) im Querschnitt 16/16cm. Die Strohballen wurden hochkant Innenkante bündig zwischen die Holzständer gestellt.

Für die Genehmigung des Gebäudes hat die oberste Bauaufsicht in Hannover auf eine Zustimmung im Einzelfall verzichtet.

Die Horizontalaussteifung des Gebäudes erfolgt über Diagonalverbände aus Windrispenband, das innenseitig auf den Ständern aufgebracht ist und vom Putz überdeckt wird. Sie verlaufen in Wandfeldern, in denen keine Fenster vorgesehen sind, diagonal von einem Ständerfuss zum anderen Ständerkopf. 

Strohballen sind in Aussenwänden, im Dach und im Fussboden eingesetzt. In den Aussenwänden wurden die Ballen nach dem Einbau nicht vorkomprimiert, da aufgrund der hohen Pressung der Ballen davon ausgegangen wurde, dass diese entfallen kann.

Nach dem Ausrichten und Frisieren der fertigen Strohballenwände wurde diese mehrlagig mit Lehmputz versehen (d=5-8cm). Anschließend wurde mit Kalk-Kasein Farbe gestrichen. Außen wurde zusätzlich teilweise ein 1,5cm starker spezieller Kalkputz aufgetragen.

Es wurden beschichtete Lärchenholzfenster IV68 mit einer Wärmeschutzverglasung (U-Wert: 1,1) eingesetzt.

Das Gebäude wurde über eine holzbefeuerten Badeofen  mit Wärme versorgt.

Mehr zum Projekt unter: www.wand4.de

 
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